Hannover. „Innovative Logistik-Konzepte setzen auf die Schiene, nicht auf Monstertrucks! Wir bedauern, dass Niedersachsen sich mit seinem Pro-Lkw-Engagement weiter auf das politische Abstellgleis schiebt!“, so Michael Frömming, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Niedersachsen. „Traumtänzereien für noch mehr Güter auf den überfüllten Straßen können wir uns in Hannover nicht erlauben! Wir müssen auch runter von den hohen Unfallzahlen, verursacht durch den Lkw-Verkehr.“
Auf der Verkehrsministerkonferenz bei Weimar stimmte eine Mehrheit der Bundesländer gestern mit den Stimmen aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gegen die Pläne von Niedersachsen und einigen weiteren CDU/FDP-Regierungen der Länder für den Einsatz von Monstertrucks auf deutschen Straßen. „Das ist ein erster positiver Schritt für eine zukunftsfähige Logistik-Politik“, so Frömming. „Viel zu lange habe vor allem Niedersachsen auf zusätzliche Gütertransporte auf überlasteten Straßen gesetzt, anstatt den umweltfreundlichen Bahnverkehr zu fördern!“
In einem nächsten Schritt fordert der VCD die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen auf mindestens 45 Cent pro Kilometer, um zumindest die volkswirtschaftlichen Kosten des Schwerlastverkehrs für den Steuerzahler wieder einfahren zu können. Die Maut-Einnahmen sollten überwiegend in das umweltfreundliche Schienensystem fließen. „Ein klares Bekenntnis für den Bahn-Güterverkehr auch in der Fläche wäre nun folgerichtig der nächste konsequente Schritt, den wir von der Landesregierung in Hannover erwarten“, so Frömming.

(Angaben ohne Gewähr)