Justine Otto, die die siebenköpfige Jury insbesondere mit ihrer Malerei überzeugte, war bereits 2009 in der engeren Auswahl. „Ich fand den Kunstpreis im ersten Durchlauf sehr gut organisiert“, so die Künstlerin, „Deshalb habe ich es noch einmal probiert. Gut, dass man sich hier in der Region für einen solchen Preis bewerben kann.“ Justin Otto beschäftigt sich in der Malerei hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen und deren Lebensphasen auf dem Weg zum Erwachsen-Werden.
Sabine Franek-Koch ist Malerin, Zeichnerin und Grafikerin. Die vielseitige Künstlerin arbeitet aber auch plastisch; Fotos, Filme und Aufzeichnungen ergänzen ihr Werk. Die Bleckede-Stipendiatin ist bundesweit und international aktiv, unter anderem in Südamerika, den USA und Portugal.
Mit ihren Installationen konnte sich Gilta Jansen durchsetzen. Ihre fast spielerisch leicht wirkenden Arbeiten lassen die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem aktuellen Diskurs in der zeitgenössischen Kunst erkennen.
Der mit 5.000 Euro dotierte Kunstpreis wird am 11. März 2011 im Celler Schloss vergeben und wurde für die Jahre 2010/2011 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Anwärter/innen sind außerdem Astrid Clasen aus Waddeweitz, Bettina Hackbarth aus Wolfsburg, Claudia Mucha aus Wolfsburg und Bernd Uhde aus Eitzen. Alle sieben Künstler werden vom 11. März bis zum 15. April in der Gotischen Halle des Residenzmuseums Schloss Celle in einer Gemeinschaftsausstellung ausgewählte Werke präsentieren. Der Preisträger selbst wird erst kurz vor Eröffnung der Ausstellung bestimmt. Neben dem Preisgeld erwartet sie oder ihn ein zweisprachiger Einzelkatalog sowie ein individuelles Mentorenprogramm und eine Einzelausstellung im Forum für Junge Kunst in Wolfsburg.
„Mit dem im zweijährigen Rhythmus verliehenen Preis sollen Künstlerinnen und Künstler aller Altersgruppen gefördert werden, deren Werke sich durch eine besondere künstlerische Qualität auszeichnen“, so die Geschäftsführerin des Lüneburgischen Landschaftsverbandes, Anne Denecke. Bewerben können sich Künstler, die im Tätigkeitsbereich des Landschaftsverbandes ansässig sind, also in den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Soltau-Fallingbostel, Celle, Gifhorn oder in der Stadt Wolfsburg. Sie können Arbeiten in allen Medien und Ausdrucksformen einreichen.
Den Ersten Kunstpreis des Lüneburgischen Landschaftsverbands erhielt der in Lüneburg lebende Fotograf Ralf Peters. „Es hab sich bewährt, erst angesichts der Originale, die in der Eröffnungsausstellung gezeigt werden, ein Votum für den Preisträger abzugeben“, erläutert Projektleiterin Charlotte Dreschke das Verfahren. Deshalb bleibt es nicht nur für die Künstler, sondern auch für die Mitglieder der Jury und die Partner des Landschaftsverbandes bis zum letzten Moment spannend.
Nähere Informationen zum Preis erhalten Sie unter www.lueneburgischer-landschaftsverband.de oder direkt von der Projektleiterin Charlotte Dreschke, c/o Bildungszentrum des Landkreises Gifhorn, Freiherr-vom-Stein-Str. 24, 38518 Gifhorn, Telefon (053 71) 824 38, e-mail c.dreschke(at)bz-gifhorn.de.
Kurzvita Gilta Jansen
Gilta Jansen wurde 1979 in Neuss geboren und lebt seit 2008 in Dahlem-Marienau. Von 2001 bis 2007 studierte sie Freie Kunst an der HBK Braunschweig, im Jahr 2006 erhielt sie den Theodor-Kohl-Preis für Malerei, Braunschweig. In den Jahren 2008 und 2009 erhielt sie ein Wohn- und Arbeitsstipendium in der Künstlerstätte Stuhr-Heiligenrode. Gilta Jansen hat ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen, unter anderem in Berlin, Bonn, Hannover und Düsseldorf gezeigt.
„Grundsätzlich ist es der Raum, der zum Anlass meiner Arbeit wird.“
Kurzvita Sabine Franek-Koch
Sabine Franek-Koch – FRANEK – arbeitet seit 1984 in ihrem Atelier in Bleckede/Radegast. In Potsdam geboren, studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. In den 70er und 80er Jahren arbeitete sie im indianischen Kulturbereich: in Mexiko, Guatemala und
Honduras, beschäftigte sich unter anderem mit den Mayas und den Sioux. Dank verschiedener Stipendien, unter anderem in den USA und Spanien, konnte sie ihr vielseitiges Arbeitsspektrum erweitern.
„Die Irritation des Schönen provoziert die Reflexion der augenblicklichen Situation der menschlichen Existenz in der Welt...“ FRANEK
Kurzvita Justine Otto 
Bereits während ihres Studiums von 1996 bis 2003 an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Frankfurt/Main war Justine Otto regelmäßig auf Kunstausstellungen vertreten. Im Jahr 2000 erhielt sie ein Auslandsstipendium in Mailand.
Die Künstlerin wurde 1974 in Zabrze/Polen geboren, im Jahr 1997 nahm sie eine Ausbildung im Bereich Bühnenbild und Kunstgewerbe an den Städtischen Bühnen Frankfurt/Main auf.
Justine Otto wohnt seit 2006 im Raum Lüneburg, künstlerisch ist sie bundesweit vertreten.
„Der Weg zum Erwachsenwerden ... bietet für mich einen nahrhaften Experimentierraum für meine Malerei.“ Justine Otto

(Angaben ohne Gewähr)