Da fühlt sich Schimmel wohl
Die Ursache ist dabei immer die gleiche. Wenn im Sommer die
Außentemperatur spürbar steigt, bleiben gut abgedichtete und gedämmte
Häuser im Innern vergleichsweise kühl. Wenn dann Fenster oder Türen
unkontrolliert geöffnet werden, strömt die warme und sehr feuchte Luft in die kühlen Räume. Durch das Abkühlen dieser warmen Luft kondensiert
Feuchtigkeit und schlägt sich meist an den Wandoberflächen nieder. Auf
Dauer kann dies die Bildung von gesundheitschädigendem Schimmel fördern.
Aus diesem Grund weist Dipl.-Ing. Udo Schumacher Ritz, Vorstandsmitglied
des VQC darauf hin, dass sich Bewohner von modernen, gut gedämmten Häusern unbedingt an einige Spielregeln halten sollten. Derr VQC-Sachverständige:
Häuser sollten am besten in den Morgenstunden gelüftet werden, wenn die
Außentemperatur noch recht niedrig ist. Das gleiche gilt für die
Abendstunden. Bevorzugt werden sollte - wie auch im Winter - eine kurze
aber effektive Stoßlüftung.
Luftfeuchtigkeit soll 60 Prozent nicht überschreiten
Große Aufmerksamkeit sollte zudem nach Auffassung des VQC-Sachverständigen auf den Kellerbereich gelenkt werden. Hier sollte während der warmen Tage auf Grund des großen Temperaturunterschiedes besser gar nicht gelüftet werden. Von daher gilt auch hier: Besser in den sehr frühen Morgenstunden und spät abends stoßlüften. Und noch einen Tipp gibt der VQC-Gutachter:
Die optimale relative Luftfeuchtigkeit sollte möglichst zwischen 40 und
60 Prozent liegen. Wer sich nicht sicher ist, ob die Luftfeuchtigkeit zu
hoch ist, kann dies mit einem handelsüblichen Hygrometer kontrollieren.
Sollte die Luftfeuchtigkeit höher sein, kann der Einsatz
Raumluftentfeuchters sinnvoll sein.
(Angaben ohne Gewähr)