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Lüneburg / Nord-Ost-Niedersachsen

ÖKO-TEST Obst und Gemüse vom WochenmarktÖKO-TEST Obst und Gemüse vom Wochenmarkt

Rubrik: Titelseite, Gesundheit

Das Resümee der Untersuchung: Die Ware vom Wochenmarkt ist nicht besser oder schlechter als die im Supermarkt. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, sagt: "Mit den Ergebnissen kann man überwiegend zufrieden sein. Mehr als drei Viertel der untersuchten Obstsorten erhalten eine gute oder sehr gute Beurteilung." Allerdings enttäuschten Kopfsalat und Rucola, die hauptsächlich aufgrund hoher Nitratwerte überwiegend schlechte Noten erhalten.



Die Tests des ÖKO-TEST-Magazins aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Discounter und Supermärkte die Pestizid- und Schadstoffbelastung bei ihrem Obst und Gemüse besser in den Griff bekommen. Doch wie ist das bei den Wochenmärkten? Wie gut werden diese kontrolliert? Um das herauszufinden, hat das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST in den vier Großstädten Berlin, Frankfurt, Hamburg und München 60 Proben von verschiedenen Gemüse- und Obstsorten eingekauft und in Speziallabors auf mögliche Rückstände von rund 500 Pestizidwirkstoffen und anderen Schadstoffen untersuchen lassen.

Das Resümee der Untersuchung: Die Ware vom Wochenmarkt ist nicht besser oder schlechter als die im Supermarkt. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, sagt: "Mit den Ergebnissen kann man überwiegend zufrieden sein. Mehr als drei Viertel der untersuchten Obstsorten erhalten eine gute oder sehr gute Beurteilung." Allerdings enttäuschten Kopfsalat und Rucola, die hauptsächlich aufgrund hoher Nitratwerte überwiegend schlechte Noten erhalten. Nitrat selbst ist zwar wenig giftig. Es wird bei der Verdauung aber in Nitrit umgewandelt, das wiederum im Magen mit Eiweißen zu krebserregenden Nitrosaminen reagieren kann. In neun Rucolaproben wurde sogar die erlaubte Nitrat-Höchstgrenze für Kopfsalat überschritten. Für Rucola selbst gibt es immer noch keinen gesetzlichen Grenzwert.

Von den 60 Proben überschreitet nur eine Rucolaprobe die gesetzliche Höchstmenge eines Pestizidwirkstoffs. Ansonsten wird zwar noch munter gespritzt, die gesetzlichen Grenzwerte aber nur zu einem geringen Anteil ausgeschöpft. Mehrfachrückstände sind jedoch weiterhin ein Problem. So sind im aktuellen Test gut 20 Prozent der Proben mit fünf und mehr Rückständen belastet, alle allerdings in kleiner bis sehr kleiner Menge. Problematisch sieht ÖKO-TEST so einen Schadstoffcocktail vor allem, weil kaum untersucht ist, wie er sich auf die Gesundheit auswirkt. Toxikologische Studien werden in der Regel nur zu Einzelwirkstofffen gemacht.

Überraschend gut schneidet  das ehemalige Sorgenkind, der rote Paprika, ab. Die Gemüseanbauer haben hier inzwischen - teilweise sogar mit Methoden aus dem biologischen Anbau - den Kampf gegen Schädlinge verbessert.

Das ÖKO-TEST-Magazin feiert 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass finden Leser in der aktuellen April-Ausgabe noch mehr Tests als sonst. Das Heft kostet 3,80 Euro und ist ab dem 26. März 2010 im Zeitschriftenhandel erhältlich.



Autor/Quelle: PM Öko test

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