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Lüneburg / Nord-Ost-Niedersachsen

Ein Märchen- oder doch die Realität ?

Rubrik: Titelseite, Gesellschaft

Ein Märchen, gesehen beim Roland in Bremen. In einem kleinen Dorf lebte eine Familie, die besonders gesegnet war. Alles was die Familie unternahm, gelang zur Zufriedenheit. Mit der Zeit wurde die Familie reich und begann den Dorfbewohnern kleine Kredite zu gewähren, damit es den anderen Bewohnern des Dorfes auch besser gehen sollte.



Die Dorfbewohner waren der Familie dankbar, das sie ihnen geholfen hatte und so gaben sie immer etwas mehr zurück, als sie geliehen hatten. Das ging eine Generation so weiter, alle waren zufrieden, das Dorf entwickelte sich zu einer wohlhabenden Gemeinde.

Die jungen Leute der Familie waren nun daran gewöhnt, das die Rückzahlung der Kredite immer ein wenig größer war als die geliehene Summe. Und sie begannen, diesen Überschuss zu erwarten. Sie legte den Anteil fest, der über die geliehene Summe zurückzuzahlen sei. Die Dorfbewohner hatten zwar ein ungutes Gefühl dabei, das jetzt nicht mehr ihre freiwillige Draufgabe in der ihnen möglichen Höhe akzeptiert wurde, sondern ein fester Anteil gefordert wurde, der Zins genannt wurde. Aber noch war diese Forderung tragbar.

Langsam wurde der Zins erhöht, die Familie wurde immer reicher und hatte es nicht mehr nötig selbst zu arbeiten. Sie verwalteten jetzt nur noch ihren Reichtum. Da der Zins nicht mehr ganz von der Familie verbraucht werden konnte, wurden auch aus dem Zins Kredite gewährt, die wiederum einen Überschuss erbrachten, den Zinseszins. Jetzt war der Zeitpunkt für die Familie gekommen, Regeln festzulegen, die ihre Art der Wirtschaft festschreiben sollte. Sie schafften Wächter an, die die Einhaltung der Regeln überwachten und durchsetzten.

Mit der Zeit nahm der Reichtum der Familie so stark zu, das das ganze Dorf mit allem Inventar einschließlich des Viehs und der Menschen ihnen gehörte. Die Menschen waren abhängig von der Familie geworden, sie waren wie Sklaven geworden. Damit die Bewohner das aber nicht merkten, nannte die Familie diese Wirtschaftsweise “Freie Marktwirtschaft” und sie erlaubten, deru wählen und sie nannten diese Form der Herrschaft “Demokratie”. Das sollte bedeuten, das die Bewohner sich als der Souverän fühlen sollte, der alle Regeln bestimmen konnte. Es wurde überall verbreitet, das vom Souverän, vom Volk, alle Staatsgewalt ausgehe. Und so ließen sich die Bewohner einlullen und waren leidlich zufrieden. Manchmal murrten sie zwar, aber es wurde ihnen schnell deutlich und es wurde ein geflügeltes Wort: “Man kann ja doch nichts machen!”

Aber mit der Zeit merkten immer mehr Leute, das sie nur noch für die reiche Familie arbeiteten und sie sannen auf Abhilfe. Sie gründeten einen Tauschring und benutzten das Geld der Familie nicht mehr. Sie schafften sich auch ein eigenes Geld und gaben sich ohne Zinsen gegenseitig Kredite. So kamen sie nach und nach wieder zu einem erträglicheren Leben.

Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.

Jetzt die Frage an den Leser: Ist das wirklich ein Märchen?

 

Bemerkung:

 

Einen Tauschring hat Lüneburg schon und ein eigenes Geld -Regiogeld- kommt in Kürze.

 

Wer Interesse hat melde sich bei der Redaktion der regionalen Zeitung



Autor/Quelle: HJ drz

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