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Lüneburg / Nord-Ost-Niedersachsen

Eine Delfintherapie für Jouline Eltern hoffen für ihre Tochter

Rubrik: Titelseite, Familie & Soziales

Jouline lacht oft und gerne. Ihre neueste Errungenschaft: Den großen Einkaufswagen im Baumarkt schieben. Wenn auch ein wenig wacklig auf den Beinen geht es damit super vorwärts und ab durch die Mitte auf Entdeckungsreise.



Jouline mag Tiere und spielt gerne im Wasser. Sie liebt sie gutes Essen und ihre Familie und ist ein fröhliches aufgeschlossenes Kind. Seit ein paar Wochen geht die Sechsjährige zur Schule.

 

Doch Jouline kann nicht sprechen und manchmal hat sie Krampfanfälle. Sie ist oft krank und kann nur unsicher laufen. Sie hat - vermutlich - das Angelman-Syndrom.

Joulines Eltern erhielten diese Diagnose, als das Mädchen drei Jahre alt war und es war für sie so ziemlich der erste konkrete Hinweis auf die Ursache von Joulines Entwicklungsverzögerung - eine Nachricht, die erst einmal zu verkraften war. Aber sie war auch ein Meilenstein nach Jahren der Ungewissheit. "Genetisch lässt sich das Angelman-Syndrom bei unserer Tochter nicht nachweisen", erzählen Joulines Eltern Gabriela Braknis und Udo Eschke. Die Familie wohnt in dem kleinen Ort Breetze bei Bleckede und sie geht sehr offen mit Joulines Behinderung um. "Jouline zeigt auffällig viele Symptome, die für dieses Syndrom sprechen. Sie ist sechs Jahre alt, aber geistig auf dem Stand einer Einjährigen."

Was es für eine Mutter bedeuten muss, ganz ruhig und nüchtern einen solchen Satz zu formulieren, kann wohl nur Garbriela Braknis selbst wissen.

Auch wenn seit der Dianose viele Untersuchungen folgten und der Familie sicher noch mindestens ebenso viele Arztbesuche bevor stehen: An Aufgeben denkt hier niemand. Jouline soll gefördert werden, so weit es irgend möglich ist. Einen besonderen Entwicklungsschub hat das Kind dank einer Ergotherapie geschafft: Bei Maria Krewet in Wettenbostel wurde sie auch mit Pferden therapiert. "Dadurch hat Jouline ein wenig laufen gelernt und ihr Gleichgewichtssinn hat sich stark verbessert", so Gabriela Braknis.

Nun setzen die Eltern ihre Hoffnungen auf eine Delfintherapie. Sie haben sich lange mit diesem Thema auseinandergesetzt und wissen auch, dass es Tierschützer gibt, die diese Arbeit mit den Tieren kritisieren. Deswegen haben Garbiela und Udo lange recherchiert und abgewogen. Schließlich fanden sie eine Möglichkeit in Belek in der Türkei. Dort werden alle Kinder vor der ersten Begegnung mit den Tieren intensiv untersucht. Kinder, die aggressiv sind, dürfen nicht zu den Delfinen. "Hier wird das Wohl der Tiere gleichermaßen hoch geschätzt wie die Hilfe, die die Therapie den Kindern bringen kann", so die Eltern.

Rund 12.000 Euro  kostet eine solche Therapie - und auch von dieser Hürde lassen sich die Drei nicht abschrecken und haben sich einiges einfallen lassen. Am Sonntag, den 20. November findet ab 11 Uhr in Bleckede, OT Breetze, im Ziegeleiweg ein Fest für Jouline statt. Dann gibt es eine große Tombola, es werden Vogelhäuschen verkauft und Spiele gespielt und natürlich ist für leckeres Essen gesorgt. Außerdem wurde bei der Sparkasse Lüneburg (BLZ: 240 501 10) ein Spendenkonto unter der Kontonummer 00 65 09 82 38 eingerichtet. Stichwort: Delphin-Therapie.





Kommentare

Gabriela Braknis 31-10-11 22:15:
Da diese Art der Therapie leider nicht von der Krankenkasse unterstützt wird, sind wir auf Hilfe "von Außen" angewiesen.
Durch das Sommerfest ist schon etwas Geld zusammen gekommen und nun hoffen wir, dass der kleine Adventsmarkt ein toller Erfolg wird.
Wer neugierig geworden ist, kann sich auch sehr gerne die Homepage von Jouline anschauen.
www.jouline.de
Nadine Vogt 01-11-11 14:53:
Sehr schöner Artikel. Ich hoffe sehr das viele Besucher auf dem Adventsmarkt erscheinen und ein ganz großer Betrag zuzammen kommt.


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