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Lüneburg / Nord-Ost-Niedersachsen

Dienstleistungsnetzwerk für Alleinerziehende nimmt seine Arbeit auf

Rubrik: Titelseite, Familie & Soziales

In Lüneburg und Landkreis leben ca. 28% alleinerziehende Väter und Mütter. Ein Prozentsatz, der nahezu Berliner Verhältnissen gleicht und der den allgemeinen gesellschaftlichen Trend zu dieser Familienform widerspiegelt.

Autorin Christina Bylow



So vielschichtig die Definition von „alleinerziehend“ anzugehen ist, so unterschiedlich sind deren Lebensverhältnisse, Bedarfe und Probleme im Alltag. Mal steht die Kinderbetreuung im Vordergrund, weil sich die Arbeitszeiten ändern, mal stehen rechtliche Schritte im Focus, weil die Scheidung ansteht. Und nicht selten gilt es für Alleinerziehende viele Probleme gleichzeitig zu lösen.

 

In diesen Fällen ist es hilfreich, auf ein gut funktionierendes Netzwerk
zurückzugreifen, das die richtigen Anlaufstellen zur Unterstützung „aus dem Hut“ ziehen kann und dabei hilft, die unterschiedlichen Brennpunkte gezielt anzugehen.
Das neue „Dienstleistungsnetzwerk für Alleinerziehende“ in Lüneburg und Landkreis hat sich genau dies zur Aufgabe gesetzt. Seit Juli 2011 hat die VHS Region Lüneburg die lokale Trägerschaft zu einem bundesweiten Projekt übernommen, das – gefördert durch den europäischen Sozialfond und initiiert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales–zeitgleich in über 100 weiteren Regionen in Deutschland installiert wird.

 

Mit den Projektpartnern Jobcenter, Arbeitsagentur, Stadt und Landkreis Lüneburg, sowie der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft wird zur Zeit an reibungslosen Abläufen der bestehenden Angebote, besseren gegenseitigen Informationen und Kooperationen gefeilt, werden weitere Netzwerkpartner „ins Boot“ geholt.
Noch arbeitet das Netzwerkteam im Stillen, wenn auch nicht im Verborgenen. Nachhaltige und transparente Strukturen sind – ganz im Zeichen der Zeit - oberstes Gebot. Die bestehenden Angebote für Alleinerziehende werden gebündelt und praxisnah sortiert.
Doppelte oder überflüssige Wege, Unklarheiten in der Ansprache sollen durch einen einheitlichen Informationsstand aller beteiligten Organisationen in Zukunft vermieden werden.

 

Ob in der Gemeinde, im Stadtteilhaus, im Jobcenter – dort, wo alleinerziehende
Familien Beratung suchen, werden sie auf individuelle Behandlung, aber abgestimmte Angebote stoßen.
Zusammenarbeit mit Masterstudierenden und Prof. Dr. Karsten von der Universität Leuphana wird zur Gewichtung der bestehenden Dienstleistungen eine Befragung in Stadt und der Region durchgeführt werden. Deren Ergebnisse werden im Frühjahr 2012 erwartet.
Internetseite und Informationsmaterialien in gedruckter Form sind in Planung.
Nicht zuletzt wird das Netzwerk die Öffentlichkeit und die Arbeitgeberseite in Lüneburg und Umgebung für die Belange von alleinerziehenden Familien kontinuierlich sensibilisieren. Stets mit dem Hinweis: Alleinerziehend ist keine Krankheit, sondern eine gängige Lebensform, die im Alltag jedoch mit nicht immer gängigen Hürden zu kämpfen hat.
VHS REGION Lüneburg
Dienstleistungsnetzwerk Alleinerziehende
Haagestr. 4, 21335 Lüneburg



Autor/Quelle: PM vhs -hj-

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