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Lüneburg / Nord-Ost-Niedersachsen

Voller Erfolg: Präventionsprojekt „3beine“ geht in laufenden Betrieb

Rubrik: Titelseite, Aus der Region

(lk/fi) „3beine in 3Landkreisen“ geht in die nächste Runde: Die Projektphase der Verkehrspräventionsaktion wird am Donnerstag, 1. Juli, offiziell beendet und geht als Konzept in den laufenden Betrieb über. Somit wird daraus eine dauerhafte Einrichtung auf den Straßen der Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen.



„Diese positive Entwicklung hätte bei Projektstart so sicher niemand erwartet“, resümiert Landrat Manfred Nahrstedt.

Die dreibeinigen Holzstative bilden das aktuelle Wildunfallgeschehen vor Ort auf der Straße „live“ ab und sollen durch die ständigen Veränderungen am Straßenrand die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer dauerhaft erhöhen. Die Jägerschaften und die Niedersächsischen Landesforsten stellen vor Ort pro Wildunfall ein „3bein“ für die Dauer von sechs Monaten auf. Erstmalig wird mit dieser Aktion versucht, nicht das Tier, sondern den Menschen zu beeinflussen.

„Dass aus einem Projekt eine Dauereinrichtung wird, ist eher selten“, berichtet Dirk Bonow, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr und Führerscheine beim Landkreis Lüneburg, der sich gemeinsam mit Landrat Manfred Nahrstedt über den Erfolg der Aktion freut.

Die Federführung im laufenden Betrieb liegt ab sofort bei den Jägerschaften und der Niedersächsische Landesforsten. Die Projektlenkungsgruppe wird aufgelöst und durch eine jährlich tagende, kreisübergreifende Wildunfallkommission ersetzt.

Der Erfolg bestätigt das Konzept: Mit geringem Aufwand und Kosten gelang es, die Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer auf den durch Wildunfälle belasteten Strecken zu erhöhen. So wurden das Unfallgeschehen insgesamt, die Zahl der Wildunfälle und auch die Unfallfolgen positiv beeinflusst. Die Unfälle konnten in den drei Landkreisen seit 2007 zum Teil deutlich reduziert werden.

Darüber hinaus wurden aber auch in anderen Bereichen positive Erfahrungen gesammelt. So ermöglichte die Zusammenarbeit in der Lenkungsgruppe über die Kreisgrenzen hinweg einheitliche Regelungen für viele andere Bereiche.

Aus diesem Grund waren sich auch alle Beteiligten einig, dass die durchweg positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre zu einer Fortsetzung dieser kreisübergreifenden Kooperation führen müssen und verständigten sich auf die Gründung einer gemeinsamen Wildunfallkommission für alle drei Landkreise.

„Ich bin sehr froh darüber, dass sowohl die Jägerschaften als auch die Niedersächsische Landesforsten von sich aus bereit sind, das Konzept ‚3beine’ auch zukünftig umzusetzen“, unterstreicht Polizeihauptkommissar Andreas Dobslaw von der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, der die Idee zu dem Projekt hatte. Dies sei eine gute Basis für das weitere gemeinsame Vorgehen im Rahmen der geplanten jährlichen Wildunfallkommission.

Rückblick: Das Projekt „3beine in 3Landkreisen“ wurde im Mai 2007 durch die Jägerschaften der Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen, die Niedersächsische Landesforsten, die Straßenverkehrsämter der drei Landkreise, die Straßenmeistereien, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die Landesverkehrswacht Niedersachsen und die Leuphana Universität Lüneburg auf Initiative der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ins Leben gerufen.

Seither hat das Konzept bundesweite große Beachtung und in anderen Bundesländern Nachahmer gefunden. Zuletzt wurde es im April dieses Jahres auf der zweiten Wildunfall-Fachtagung in Grevenbroich (NRW) einem großen bundesweiten Fachpublikum vorgestellt.

 

 

Bildunterschrift:

Die auffälligen „3beine“ zeigen aktuelle Wildunfälle an und sensibilisieren so die Verkehrsteilnehmer. Dirk Bonow, Fachdienstleiter beim Landkreis Lüneburg, und Landrat Manfred Nahrstedt (rechts) freuen sich über den messbaren Erfolg.



Autor/Quelle: PM Landkreis Lüneburg

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