Bisher sind in Deutschland rund 5000 Tonnen hochradioaktiver Abfall
angefallen, die oberirdisch in Zwischenlagern aufbewahrt werden. "Das ist keine Lösung, und die bisherigen Erfahrungen mit der unterirdischen
Atommülllagerung in der Asse II und in Morsleben sind desaströs", erinnert die BI. Jährlich kommen laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) 370 Tonnen hinzu. Nach Darstellung des BfS summieren sich die hochgiftigen, wärmeentwickelnden Abfälle im Rahmen des gesetzlich vereinbarten Ausstiegs aus der Atomenergie auf 17.400 Tonnen, bei einer Verlängerung der Laufzeiten um 10 Jahren kämen 3.700 Tonnen hinzu, bei einer Verlängerung um 20 Jahre gar 7.400 Tonnen.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:"Die sich auswachsende Profiteritis der
Konzerne hat Unions- und FDP-Politiker erfasst, die desaströsen Folgen der Atompolitik, zu unüberschaubaren Mengen an Atommüll zurückzukehren,
deren Lagerung sich in Gorleben aus geologischer Sicht ohnehin verbietet, muss in den Fokus der Auseinandersetzung gerückt werden. Wir werden im Wendland im Herbst mit Händen und Füßen über die nuklearen Hasardeure abstimmen, wenn der nächste Castor-Transport mit dem Giftmüll nach Gorleben rollt."
(Angaben ohne Gewähr)