Die Investitionsblockade für die Erneuerbaren Energien werde von allen
Klimaforschern, selbst Beratern der Bundesregierung wie Prof. Martin
Faulstich als Irrweg angesehen. Faulstich hatte im Interview in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "natur+ kosmos" betont, dass länger Laufzeiten sich "nicht mit dem System der Erneuerbaren vertragen. Der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen unterstrich, dass man in der Klima- und Energiepolitik "vom Ziel her" denken müsse:"Und das heißt: eine Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien", so Faulstich.
Diese besondere Form der Klientelpolitik ignoriere beharrlich, dass der
Weiterbetrieb der Atomkraftwerke unweigerlich mit der weiteren Produktion von Atommüll verbunden ist. "Die Asse II und Gorleben sind Symbole des Scheiterns in der Atommüllentsorgung. Im Herbst, beim nächsten Castor- Transport werden die Atomlobbyisten in der Regierung und den Konzernen die Quittung für ihr permanentes nukleares Zündeln erhalten", sagte ein BI-Sprecher. "Die Atommüllentsorgung wird bei allen Planspielen einfach ausgeblendet, das geht nicht!"
Zugleich verwahren sich die Gorleben-Gegner gegen die "anhaltende
Stigmatisierung des Protests" durch den niedersächsischen Innenminister
Uwe Schünemann (CDU). BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Seit Wochen
redet Schünemann eine angeblich hohe Gewaltbereitschaft der
Demonstranten herbei, statt darüber nachzudenken, dass der Polizeigewalt bei der Durchsetzung des Transports auch Grenzen gesetzt sind. Wir treten mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis, der Unterstützung aus Gewerkschaften, Kirche und Umweltverbänden sowie vielen Anti-Atom-Aktivisten an, um deutlich zu machen, dass die Atomkraft eine rückwärtsgewandte Technologie und Gorleben als Endlagerstandort erledigt ist."
(Angaben ohne Gewähr)