"Die Bewilligung der niedersächsischen Landesregierung für die Castor-Transporte ist ein vorsätzlicher Akt der Verantwortungslosigkeit.
Die Landesregierung trifft diese Entscheidung ohne Klarheit in der Frage der Grenzwerte und damit ohne fundierte Gefahrenabschätzung. Das zeigen auch die Messwerte, die ein Überschreiten der Grenzwerte in Gorleben bei der Einlagerung weiterer Castor-Behälter nahe legen und die bis heute nicht widerlegt werden konnten.
Dass Strahlengrenzwerte den Schutz von Menschen und der Umwelt gewährleisten sollen und weder kleingerechnet noch kleingeredet werden dürfen, scheint Landesumweltminister Sander wenig zu interessieren.
Zielstrebig verfolgt er sein Ziel, den Transport zu ermöglichen. Mit diesem unverantwortbaren Vorgehen hat sich die schwarz-gelbe Landesregierung beim Umgang mit Gorleben als Standort für hochradioaktive Abfälle endgültig diskreditiert. Wir fordern das Bundesumweltministerium als oberste Atomaufsicht auf, sofort einzuschreiten und dieses gefährliche Spiel zu stoppen. Es muss Klarheit bei der Frage der Strahlung in Gorleben geschaffen werden und die für Ende November angesetzten Castor-Transporte müssen ausgesetzt werden."

(Angaben ohne Gewähr)