Hintergrund: Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
(EFSA) bat im Rahmen einer öffentlichen Konsultation zur Leitlinienentwicklung
für Produkte aus gentechnisch veränderten Tieren um Stellungnahmen.
Am 04.10.2011 fragte die Abgeordnete Dr. Kirsten Tackmann nun die Bundesregierung nach ihrer Position zu Chancen und Risiken von Produkten aus transgenen Tieren.
Die Antwort fiel mager aus: Die Bundesregierung räumte zwar ein, dass sich das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BVL) mit technischen Hinweisen an der Konsultation beteiligt hätten, über den Inhalt der Stellungsnahmen erhielt Dr. Kirsten Tackmann jedoch keine Auskunft.
„Die Bundesregierung stellt sich doch ein Armutszeugnis aus, wenn sie zu ethisch wichtigen Fragen, wie genmanipulierten Tieren angibt, keine Stellungnahme verfasst zu haben und nur auf untergeordnete Behörden verweist“, kritisiert Johanna Voß, MdB aus dem Wendland.
„Dass die Frage der Kollegin nicht hinreichend beantwortet wurde, ist schon schlimm genug. Die Diskussion über gentechnisch veränderte Wirbeltiere und deren Zulassung für den Markt, sei aber an sich schon ein unglaublicher
Vorgang“, so Voß weiter.
„DIE LINKE will keine Gentechnik-Tiere. Diese Risikotechnologie hat weder auf den Äckern, noch im Stall oder im Wald etwas zu suchen.
Eine generelle Position zu Gentech-Tieren hat die Bundesregierung offensichtlich nicht und zu deren Chancen und Risiken will sie sich nicht äußern. Sie wartet lieber ab. Damit wird die Bundesregierung ihrer hohen Verantwortung im Bereich der Gentechnik nicht gerecht. Eine seriöse Technikfolgenabschätzung sieht anders aus“, so Johanna Voß abschließend.

(Angaben ohne Gewähr)