Die Witwe musste beim Kochen bekanntermaßen manch Ungemach in Kauf nehmen, wovon wiederum der gute alte Spitz ein Liedchen zu singen wusste.
Den Besuchern des Museumsdorfes Hösseringen soll es natürlich besser ergehen, wenn sie am Sonnabend, 22. Oktober zwischen 11.30 Uhr und 14.30 Uhr erleben können, wie Sauerkohl hergestellt wird. Wolfgang Fröhlich, Anja Meyer und Elisabeth Vierbaum aus Hamburg zeigen, wie mit Krauthobel, Salz, etwas Buttermilch und feinem Weißkohl in einem Gärbottich Sauerkraut zubereitet und für die Milchsäuregärung eingemacht wird. Gerne weihen sie alle interessierten Besucher in die Rezeptur ein. Darüber hinaus arbeiten Mitarbeiterinnen des museumspädagogischen Dienstes mit, um die noch vor wenigen Jahrzehnten selbstverständliche Hausarbeit zu erlernen und künftig in das museumspädagogische Programm einbinden zu können.
Die „Kohlküche" für die Vorführaktion wird im Kötnerhaus aus Bahnsen am historischen Herd eingerichtet.
Übrigens: Sauerkohl gilt als eines der bekanntesten deutschen Nationalgerichte, war allerdings auch schon im antiken Griechenland, im Römischen Reich und im alten China bekannt. Durch seinen hohen Vitamingehalt ist Sauerkohl eine gute Zusatznahrung für den Winter, denn es beugt Mangelerscheinungen vor. Aus diesem Grund wurde es auch auf Schiffsfahrten als Proviant mitgenommen.

(Angaben ohne Gewähr)