27.05.1010
Hannover. In Hannover, Burgdorf, Braunschweig, Hameln, Hildesheim,
Osnabrück und Göttingen sowie im Landkreis Osterode drohen angesichts
schlechter Luftqualität Bußgelder durch die EU, weil die Kommunen in den
vergangenen Jahren die Stickoxyd-Belastungen nicht in den Griff bekommen
haben.
Vor allem im Bereich Mobilität existieren Probleme, da die
CDU/FDP-Landesregierung die Probleme nicht nur aussitzt, sondern Lösungen
torpediert, erklärt Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender
Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD). So lasse
Umweltminister Sander keine Gelegenheit aus, die beispielhafte Umweltzone
der Landeshauptstadt Hannover als unsinnig zu attackieren. Sander gehe
sogar soweit, das Autofahren in der Innenstadt mit Grünen Wellen für
Autofahrer zu Lasten umweltfreundlicher Verkehrsmittel attraktiver gestalten zu wollen.
Genau wie wir erwartet und immer wieder betont haben zeigt sich jetzt, dass angesichts der hohen Stickoxyd-Belastungen Umweltzonen noch nicht einmal ausreichen, dem Problem der Gesundheitsbelastungen Herr zu werden!, so Friedrichs. Wenn man nicht künftig ganze Quartiere für den Autoverkehr schließen wolle, so müsse man jetzt deutlich mehr finanzielle Mittel für Bahnen, Busse, Rad- und Fußwege zur Verfügung stellen. Niedersachsens Landesregierung fehlt es nach Meinung des VCD aber an Mut, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen und die betroffenen Städte nachhaltig zu unterstützen. Ausgerechnet Sander als Umweltminister plädiert massiv zusammen mit seinem Kollegen Jörg Bode (FDP) aus dem Wirtschaftsressort noch immer für neue Autobahnen und Fernstraßen in Niedersachsen. Das passt weder zu einer innovativen Umwelt- noch Wirtschaftspolitik!, erklärt Friedrichs.

(Angaben ohne Gewähr)