bezeichnet die Kommission die Atomkraft als "wichtigen Faktor", berichtet die Süddeutsche Zeitung. Unterhändlern zufolge sehen die Details mehrerer Szenarien den Neubau von 40 Kernkraftwerken allein bis
2030 vor.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert mit den Worten:"Oettinger hat die Zeit verschlafen". Nach den Reaktorkatastrophen von Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima, die "fast unheimlich im Prognosetakt erfolgten", gehöre die Atomkraft auf den Misthaufen der Energiegeschichte, kontert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Zukunft gehöre den Regenerativen Energien. Zugleich negiere Oettinger das ungelöste Atommüllproblem. "Eine neue Generation der Atomtechnik könnte helfen, die Abfall- und Sicherheitsbedenken zu adressieren", zitiert die Süddeutsche Zeitung aus dem Papier. "Damit liegt Oettinger gleich doppelt falsch, denn das Festhalten an der Atomkraft wird ein Aufreger wie das Festhalten an ungeeigneten Standorten wie Gorleben", so Ehmke.
Unterdessen bekräftigt die BI ihre Kritik an der Konsenslinie der Grünen, die nach der Zustimmung zum "Atomausstieg light" der Bundesregierung auch in der Endlagerfrage sich mit einem Baustopp in Gorleben begnügen, statt den Weg für eine wirklich offene Atommülldebatte durch den Verzicht auf unhaltbare Standorte wie Gorleben frei zu machen. In einem Interview mit dem niedersächsischen Radiosender FFN hat Jürgen Trittin diese umstrittene Haltung der Grünen verteidigt. Ehmke: "Von einer Oppositionspartei erwarten wir mehr als einen Parteienkonsens, der die Forderungen der Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung ignoriert."

(Angaben ohne Gewähr)