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Lüneburg / Nord-Ost-Niedersachsen

Strahlenlast und neue Castor-Transporte

Rubrik: Titelseite, Aktionen & Initiativen

BI: Stefan Birkner soll sich erklären Heute wird Stefan Birkner, der niedersächsische Umweltminister, Gorleben besuchen.


Für Gespräche im sogenannten Endlagerbergwerk und mit der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), der Betreiberin des

Fass- und Castorlagers sowie der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA), findet der FDP-Politiker Zeit, für eine öffentliche Veranstaltung nicht.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) fordert von Birkner, der als Umweltstaatssekretär auch zuvor mit Gorleben befasst war, er müsse sich erklären, vor allem müsse er mit der Mär aufräumen, dass im Herbst 2011 der vorerst letzte Castortransport nach Gorleben rollte. Voraussichtlich 2014 sollen maximal 11 Behälter vom Typ CASTOR® HAW28M "mit mittelaktiven Glaskokillen (CSD-B) aus La Hague folgen", kündigt die GNS an und erklärt, sie würden ebenfalls nach Gorleben verbracht.

"Die GNS betreibt Augenwischerei und das NMU wiederholt es, aber nach Angaben der Bundesumweltministeriums gehören die Hülsen und Strukturteile, die nach Gorleben transportiert werden sollen, zur Kategorie "wärmeentwickelnde Abfälle", es ist also hochradioaktiver Müll", hält BI-Sprecher Wolfgang Ehmke der GNS und Birkner vor.

Die GNS annonciert darüberhinaus auf ihrer Homepage, dass ab 2014 vier weitere  21 Castoren aus der Wiederaufarbeitungsanlage im englischen Sellafield folgen sollen und hat Neubaupläne: auf dem Zwischenlagergelände soll ein weitere Konditionierungsanlage eingerichtet werden. "Das alles, obwohl die Strahlenbelastung in Gorleben über die genehmigten 0,3 Millisievert im Jahr hinausgeht", schreibt die BI.

Das alles wisse der Umweltminister und hätte die Chance gehabt, sich mit den Kritikern aus den Reihen der Bürgerinitiative, der Fachgruppe Radioaktivität, der Bäuerlichen Notgemeinschaft und den Parteien der Kreistagsmehrheit auszutauschen. Die BI:"Ein Ausbaustopp in Gorleben ist das mindeste. Auch was sein Wissen um die geologischen Einwände gegen die Einlagerung von Atommüll im Salzstock Gorleben angeht, habe er offensichtlich noch großen Nachholbedarf: "Eine solche Fahrt ohne Auseinandersetzung mit den brennenden Fragen hätte sich Birkner sparen können, sie dient nur der Selbstinszenierung."



Autor/Quelle: PM BI Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V. 3.2.2012

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