|
regiowirt
Thorsten
Themenersteller
Dabei seit: 14.07.2009
Beiträge: 2
|
Die Ursache dieser Krise ist deutlich in den durch den Zinses-Zins-Effekt exponentiell angestiegenen Geldvermögen und damit einhergehenden Schulden und Zinslasten zu sehen. Denn Jahr für Jahr mussten noch größere Kredite und noch unsicherere Anlageformen gewählt werden, um die Gelder noch irgendwie verzinsen zu können.
Keine Realwirtschaft ist in der Lage auf Dauer jedes Jahr um diese steigenden Zinsforderungen zu wachsen.
Ein verzinstes Geld führt früher oder später automatisch in die Schulden-, Finanz-, Wirtschafts- und schließlich Gesellschaftskrise. Systematisch werden über ein verzinstes Geld die Erträge der Leistenden in die Taschen der Besitzenden umverteilt. Was für die einen gigantische leistungslose Kapitaleinkommen sind, fällt nämlich nicht vom Himmel, sondern muss letztlich aus den Arbeitserträgen aufgebracht werden. Eine astronomische Umverteilung von den Arbeitenden zu den Besitzenden (ca. 450 Milliarden pro Jahr in Deutschland), von den Vielen zu den Wenigen, von Unten nach Oben. Hierdurch ensteht auch die stets aufgehende Schere zwischen Arm und Reich.
Die Ursachen dieser Probleme und die Lösung hat Silvio Gesell in seinem Hauptwerk "Die natürliche Wirtschaftsordnung" ausführlich beschrieben.
Eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus, in dem der Besitzende nicht mehr wert ist, als der Leistende, heißt Freiwirtschaft oder Humanwirtschaft. Zentrale Elemente sind eine konstruktive Geldumlaufsicherung und eine Bodenreform.
|